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Januar

Im Januar gibt es erst das Neujahrsschießen. Unter anderem im Salzkammergut sind um den 5. herum die Glöckler unterwegs, so beispielsweise um Bad Ischl und Gmunden. Das sind weiß gekleidete Männer mit großen, kunstvoll gearbeiteten und von innen beleuchteten Kappen. An einem Ledergürtel hängen laut lärmende Glocken. Sie tragen, meist an Donnerstagen im Volksglauben sind das besondere Tage -, das Licht in die finstere Winternacht hinaus und wollen mit dem Klingen der Glocken und dem Rhythmus ihrer stampfenden Schritte das Getreide unter der Schneedecke zum Keimen bringen. In der Zeit um den 6. segnen die Sternsinger Haus und Hof und schreiben mit Kreide „K+M+B" an die Haustüren. Berittene Drei Könige waren üblich in Bad Ischl und St. Gilgen. Ebenfalls um den 6. gibt es die Perchtenumzüge. Gefährlich waren die Tage zwischen dem Thomastag, dem 21. Dezember, und dem Dreikönigstag, dem 6. Januar - der letzte Tag galt dabei als der gefährlichste. Der Bauer brannte in dieser Zeit Feuer und Rauchwerk ab, deshalb auch der Name Rauchnächte. Der Name könnte aber auch von rau = „wild, zottig, haarig" kommen, denn in dieser Zeit finden die Lärm- und Maskenumzüge mit schrecklich vermummten Gestalten statt. Sie sind der Höhepunkt des winterlichen Zauber- und Maskenwesens.




Februar

Im Februar findet in Orten der Umgebung Salzburgs das Aperschnalzen statt. Aper bedeutet „offen, unbedeckt", d. h., wenn der Boden unter dem Schnee herausschaut. Dabei knallen die fünf bis dreizehn (immer eine ungerade Zahl!) Burschen mit fünf bis sechs Meter langen Peitschen, den Goaßln. Hierdurch werden Winter und Finsternis vertrieben und der Frühling, die Sonne und die guten Geister aus dem Schlaf aufgeweckt. Das Aperschnalzen wird heute sogar wettkampfmäßig zwischen Salzburg und Bayern betrieben. Weiter liegt in dieser Zeit die Faschingszeit. Ein recht bunter Fasching wird u. a. in Aussee oder in Ebensee gefeiert.


März / April

Später im Frühjahr gibt es Palmbräuche, denn das österliche Brauchtum beginnt am Palmsonntag. Der letzte, der aufsteht, wird Palmesel, die Kinder suchen Palmkatzl (Weidenkätzchen), die gesegnet werden und dann, unter das Vordach gehängt, das Haus vor Blitz und Hagel schützen. Am Palmsonntag werden Palmsträuße oder -buschen, -bäume und -Stangen gefertigt. Dazu gibt es Prozessionen und Palmeselritte (Hintersee, Puch). Die Buschen werden geweiht und als glücksbringende Zeichen in die Felder gesteckt.

In der Karwoche finden mancherorts Passionsspiele und -gesänge statt (z. B. in Großgmain). Das Antlasseier-Abnehmen gibt es am Gründonnerstag. Die an diesem Tag gelegten Eier gelten als Fruchtbarkeits- und Heilssymbole. Am Gründonnerstag färbt man auch die Ostereier. An manchen Orten verstummen am Abend des Gründonnerstags die Kirchenglocken und werden bis zur Auferstehungsfeier am Karsamstag durch Ratschen ersetzt, denn die Glocken „sind nach Rom geflogen", wie man zumindest den Kindern erzählt. An diesem Tag gehen die Buben durch den Ort und machen Lärm mit ihren zwei hölzernen Ratschen. In der Osternacht wird das geweihte Osterfeuer abgebrannt. Am Karsamstag zündet man Osterfeuer an. Ihr Ursprung reicht weit in vorchristliche Zeiten zurück.

Am 23. April ist der Georgitag. Jetzt, am Namenstag dieses Schutzheiligen der Pferde, gibt es Georgiritte, mancherorts auch das Georgischnalzen. Die Philippinacht-Rüge wird am 30. April gepflegt. Der Apostel Philippus ist für die Ordnung zuständig. Deshalb tragen die jungen Burschen zur Schande der Leute in der Nacht zum 1. Mai alle nicht ordentlich aufgeräumten Gegenstände zusammen oder verstecken sie.


Mai

Am 1. Mai wird der Maibaum aufgerichtet. Dabei gibt es viel Musik und ein fröhliches Fest.


Juni

Im Juni finden am zweiten Donnerstag nach Pfingsten farbenprächtige Fronleichnams-Prozessionen statt, zum Teil auf dem Wasser. In Oberndorf wird beim Himmelsbrotschutzen ein Brot symbolisch ins Wasser geworfen. Bei der Sonnenwende am 21. Juni werden auf den Höhen oder auf Flößen auf der Salzach als Licht- und Lebenssymbole Sonnwend- oder Johannisfeuer angezündet.


Juli

Am Jakobi-Kirtag (25. Juli) wird in St. Jakob am Thurn ein besonderer Tanz der Männer zu Ehren dieses für Hirten und Gesinde zuständigen Heiligen durchgeführt.


September / Oktober

Ein recht bunter und auch bei Touristen beliebtes Brauchtum im Herbst ist der Almabtrieb. Ebenso beliebt ist mittlerweile der vor einigen Jahren ins leben gerufene Salzburger Bauernherbst. Ein mehrwöchiges Fest verstreut über ganz Salzburg in dem die Salzburger Bauernschaft ein erfolgreiches Jahr feiert und das Brauchtum den Interessierten näher bringt. Im Oktober gibt es in vielen Gemeinden Kirchweih- und Erntefeste.


November

An Allerseelen (1./2. November) wird „Gebildbrot", ein geformtes, „gebildetes" Gebäck, vor allem Zöpfe und Striezel, als Segensbringer an Patenkinder verschenkt. Des Hl. Martin gedenkt man am 11. November, dem Martinstag. Früher war an diesem Tag der Zins für die Bauern fällig: DasWirtschaftsjahr war zu Ende und die Gans diente als Naturalabgabe. Am Martinstag gibt es auch das letzte üppige Festessen vor der Adventszeit. In St. Leonhard bei Grödig findet ein Leonhardiritt statt.


Dezember

In der Adventszeit gibt es das Anglöckeln: An drei Donnerstagen ziehen nach einem Brauch, der vermutlich aus vorchristlichen Zeiten stammt, die Glöckler von Haus zu Haus, singen und sagen Gedichte auf (vergleichbar mit der Tradition Anfang Januar).

Am Tag der Patronin der Bergleute, dem Barbaratag (4. Dezember), werden Kirschzweige (Barbarazweige) geschnitten und ins Wasser gestellt. Bis Weihnachten blühen sie dann.

Am 5. Dezember gibt es in Bad Mitterndorf den fantastischen Nikolaus-Umzug; hier sieht man die verschiedensten Masken: Krampusse, die mit ihren Peitschen knallen und ihren Ketten rasseln, Luzifer, den Tod und den Schimmelreiter, außerdem die Habergeiß, eine der zwiespältigsten Gestalten im Volksglauben.

An Maria Empfängnis (8. Dezember) gibt es das Frautragen. Hierbei trägt man ein Marienbild oder eine Marienfigur von Haus zu Haus, singt und betet und stellt es im Herrgottswinkel auf. Am zweiten Adventswochenende wird beim Kletzenbrotschießen auf dem Mönchsberg in Salzburg das Kletzenbrot, ein Früchtebrot, ausgeschossen.

Viele Weihnachtsbräuche ranken sich um den 24. und 25. Dezember.

Mancherorts geht man mit Rauchpfannen von Haus zu Haus. Der Duft von Weihrauch oder der Rauch von geweihten Zweigen und Krautern soll die bösen Mächte vertreiben. Stille-Nacht-Feiern finden in Oberndorf und Hallein statt.


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